NABU-Streuobstwiese in Marbach um weiteren Baum bereichert

 

Seit einiger Zeit schon war es der Wunsch von Christoph Drott, einen Apfelbaum alter Sorte bei sich im Garten zu haben. Nach dem Umzug nach Marbach ins Neubaugebiet schien nun die Gelegenheit dafür gekommen, doch leider waren die Platzverhältnisse auf dem eigenen Grundstück zu stark eingeschränkt. Daher wurde der Kontakt zum NABU Petersberg aufgenommen, der es Bürgern der Gemeinde ermöglicht, ihren eigenen Apfelbaum auf einer Streuobstwiese des Vereins zu pflanzen.

 

Zum Renteneintritt wurde Herr Drott von seiner Familie mit dem Geschenk eines Apfelbaums überrascht, der fortan auf einer Streuobstwiese in Marbach steht. Ende Oktober versammelte man sich dort zur gemeinsamen Pflanzaktion mit Herbert Schmitt und Michael Heinz vom NABU. Unter Anleitung des langjährigen Naturexperten Herbert Schmitt wurde der Baum durch die Familie fachgerecht gepflanzt.

 

 

Der Apfelbaum der Familie Drott wird nun voraussichtliche viele Jahrzehnte ein Teil der Streuobstwiese sein, Heimat und Nahrungsgrundlage für viele Tiere werden und der Familie einige leckere Apfelkuchen bescheren. Die Enkel werden das Wachsen und Entstehen des Artenreichtums um den Baum ihres Opas begleiten und so einen besonderen Bezug zu diesem kleinen Teil Natur entwickeln.

 

Die Streuobstwiese in Marbach wurde 2016 als Ausgleichsfläche für das Bauvorhaben des dortigen Lebensmittelmarktes geschaffen. Damals hat die Firma Damian Werner in einer gemeinsamen Aktion mit dem NABU Petersberg die ersten Bäume unter Beteiligung von Auszubildenden und Führungskräften gepflanzt. In Folge wurde im Rahmen pädagogischer Zusammenarbeit mit Kindergärten vor Ort weitere Bäume ergänzt.

 

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Kulturlandschaften, die wir in Deutschland haben. Bei idealen Voraussetzungen können bis zu 5.000 unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten dort vorkommen. Die Wiese bietet die Grundlage für zahlreiche Pflanzen, die Nahrung und Heimat für Insekten, kleine Säugetiere, Amphibien und Reptilien geben. Die Bäume geben Unterschlupf für Vögel, Fledermäuse, Siebenschläfer und viele mehr. Und zu guter Letzt kommt auch der Mensch nicht zu kurz, der von den Früchten der Bäume profitieren kann.

 

Der NABU Petersberg betreut einige dieser wertvollen Rückzugsorte für die Natur bei uns im Gemeindegebiet. Wenn Sie Interesse daran haben, diese Arbeit zu unterstützen und selbst unverbindlich daran mitwirken möchten, melden Sie sich gerne unter info@nabu-petersberg.de

 

Für den NABU Petersberg, Michael Heinz.